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SK Hynix prüft Verkauf von Anteilen an Chongqing-Werk für Chipmontage

10. August 2026

SK Hynix zieht laut Berichten in Betracht, seine Beteiligung an der Halbleiter-Packaging- und Testanlage in Chongqing, China, teilweise abzugeben. Im Gespräch sind sowohl die Aufnahme eines externen Investors als auch ein direkter Anteilsverkauf. Der Wert der Anlage wird auf rund drei Milliarden US-Dollar geschätzt.

Die Fabrik in Chongqing übernimmt klassische Back-End-Prozesse wie das Zusammenfügen von Speicherchips zu fertigen Modulen sowie deren elektrische Endprüfung, bevor die Bauteile an Kunden ausgeliefert werden. Solche Montage- und Testkapazitäten sind zwar weniger kapitalintensiv als die vorgelagerte Wafer-Fertigung, spielen aber eine wichtige Rolle in der globalen Lieferkette für Speicherprodukte.

Strategische Neuausrichtung zwischen China und Südkorea

Der mögliche Rückzug aus China fällt in eine Phase, in der SK Hynix seine Investitionen zunehmend auf Standorte in Südkorea konzentriert, unter anderem im Zusammenhang mit dem Ausbau von Kapazitäten für High-Bandwidth-Memory und andere KI-relevante Speicherprodukte. Geopolitische Unsicherheiten sowie Exportkontrollen der USA gegenüber chinesischen Halbleiteraktivitäten dürften bei dieser Entscheidung ebenfalls eine Rolle spielen.

Ein Teilverkauf der Chongqing-Anlage würde SK Hynix zusätzliches Kapital für den heimischen Ausbau verschaffen, ohne die operative Kontrolle über die Testfazilität vollständig aufzugeben. Beobachter werten den Schritt als Teil eines breiteren Trends unter asiatischen Speicherherstellern, Produktionsnetzwerke angesichts wachsender politischer Risiken neu zu gewichten.

Quelle: DigiTimes

Hintergrund dazu: Montage

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