1. Übersicht
Die Fototechnik kann, je nach Art der Bestrahlung, in verschiedene Verfahren unterteilt werden: optische Lithografie (Fotolithografie), Elektronenstrahllithografie, Röntgenstrahllithografie und Ionenstrahllithografie.
Bei der optischen Lithografie werden strukturierte Fotomasken (Reticle) verwendet. Die Belichtung mit UV-Licht oder Gaslasern erfolgt entweder im Maßstab 1:1 oder reduzierend, beispielsweise 4:1 oder 10:1.
Die optische Lithografie zerfällt heute in zwei technisch völlig verschiedene Zweige:
- DUV (deep ultraviolet, 248 und 193 nm): Die Maske ist transparent, abgebildet wird durch ein Linsensystem, die Anlage arbeitet an Luft oder mit einem Wasserfilm zwischen Objektiv und Wafer.
- EUV (extremes Ultraviolett, 13,5 nm): Da diese Strahlung von jedem Material absorbiert wird, arbeitet die Anlage im Vakuum, bildet über Spiegel ab und die Maske ist kein Transparent, sondern ein Spiegel.
Die nachfolgend beschriebenen Belichtungsverfahren sind nach steigendem Auflösungsvermögen geordnet. Kontakt- und Abstandsbelichtung finden sich heute nur noch in der Mikromechanik, in der Forschung und in der Ausbildung; die Chipfertigung nutzt ausschließlich die reduzierende Projektionsbelichtung.