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Adaptierbare Hardware für EV-Ladesäulen: Upgrade statt Austausch

27. Juli 2026

Ladesäulen für Elektrofahrzeuge stehen vor einem ähnlichen Problem wie viele eingebettete Systeme: Normen, Kommunikationsprotokolle und Ladeleistungen ändern sich schneller, als die Hardware im Feld ausgetauscht werden kann. Das indische Unternehmen Vanix will diesem Umstand mit adaptiver Hardware auf Basis von AMD-Bausteinen begegnen, die klassische, fest verdrahtete Steuerungsplatinen ersetzen sollen.

Im Zentrum steht der Gedanke, dass ein Ladegerät nicht bei jeder neuen Anforderung – etwa einem geänderten Kommunikationsstandard oder einer höheren Ladeleistung – komplett neu entwickelt und ausgetauscht werden muss. Stattdessen sollen sich zentrale Funktionsblöcke über rekonfigurierbare Logik per Firmware- beziehungsweise Bitstream-Update anpassen lassen, ohne dass die zugrundeliegende Platine oder das Gehäuse verändert werden muss.

Bedeutung für die Halbleiterindustrie

Für Hersteller adaptiver Bausteine ist die Ladeinfrastruktur ein attraktives neues Anwendungsfeld, da hier über viele Jahre verteilte Investitionen in stationäre Hardware getätigt werden. Ein Design, das über die Produktlebensdauer hinweg per Software aktualisierbar bleibt, verspricht geringere Total-Cost-of-Ownership und reduziert Elektroschrott, was besonders in wachsenden Märkten wie Indien wirtschaftlich relevant ist.

Der Ansatz zeigt exemplarisch, wie sich der Trend zu flexiblen, rekonfigurierbaren Logikbausteinen von klassischen Feldern wie Telekommunikation und Rechenzentren zunehmend auf Infrastruktur-Anwendungen der Energiewende ausweitet.

Quelle: EE Times

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